Der Berg-Ahorn wurde durch den Fachbeirat der Stiftung "Menschen für Bäume" im Oktober 2008 zum "Baum des Jahres 2009"
erklärt.
Der bis zu 30 Meter hohe Baum kann 400 bis 600 Jahre alt werden. Zu finden war er ursprünglich vor allem in Mischwäldern
der Gebirge bis ca. 1.700 Metern Höhe. Inzwischen hat er sich bis nach Südschweden und in östlicher Richtung bis hinein
ins europäische Russland ausgebreitet. Vorkommen gibt es auch in England, Irland, Nordamerika und in Chile.
Laut Stiftung stand der berühmteste Berg-Ahorn im Schweizer Ort Truns, wo unter seiner Krone 1424 der „Graue Bund“
gegründet wurde.
Das harte, helle Holz des Berg-Ahorns wurde bereits vor etwa 8.000 Jahren von jungsteinzeitlichen Ackerbauern zur
Herstellung von Gefäßen benutzt. Küchengerätschaften wie Schneid- und Frühstücksbretter, Kochlöffel, Fleischklopfer oder
Nudelhölzer werden heute noch aus diesem Holz gefertig.
Besonders beliebt ist Berg-Ahorn-Holz wegen seiner hellen Farbe sowie seiner guten Resonanzeigenschaft im Musikinstrumentenbau.
Der Baum bietet Lebensraum für viele Vogelarten, aber auch für Insekten und Pilze.
Eine spezielle Eigenschaft hat das Ahornholz dem Volksglauben nach: Die fünflappigen, an gespreizte Hände erinnernden Blätter
sollen Zauberer und Hexen fernhalten. Und über eine Türschwelle aus Ahornholz trauen sich irgendwelche unheimliche Wesen
schon gar nicht.
Ganz sicher aber ist die Herbstfärbung seiner Blätter mit den verschiedensten Gelbtönen einfach nur wunderschön anzuschauen.
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